Tuesday, April 9, 2013

Korea heutzutage ... Warum bin ich zurückgekommen??? (DMZ Teil II)

Ich bin auf Jeju-Do, eine Insel im Süden der Koreanischen Halbinsel und eine der schönsten Flecken der Erde, auf denen ich jemals war. Ich bin bereits durch die grösste Lavahöhle der Welt gelaufen und auf U-Do, einer kleinen vorgelagerten Insel, mit dem ATV rumgebrausst. Gestern habe ich viele neue Leute getroffen und ich habe mal wieder viel zu erzählen....



Allerdings habe ich beschlossen, euch diese Updates zu meinen Reisen ersteinmal vorzuenthalten, denn etwas wichtigeres braut sich gerade zusammen. ZEIT ERNST ZU SEIN! Viele von euch fragen sich bestimmt, warum ich zurück nach Süd-Korea gekommen bin. Die politische Lage ist ja momentan sehr kritisch und um erhlich zu sein auch etwas gefährlich. Mein Flug aus Korea raus, ist erst Ende April und ich hatte geplant so lange in Ruhe durch dieses faszinierende Land zu reisen. Ich kann euch mit Sicherheit sagen, dass ich ganz schön Probleme hatte, meine Eltern, Freunde und mich selbst davon zu überzeugen hier zu bleiben. Euch muss allerdings klar werden, dass der normal Durchschnittskoreaner auf der Strasse sehr ruhig und gelassen wirkt. Sie gehen Arbeiten, gehen zur Schule, trinken Soju... so wie alle anderen. Das Leben geht weiter. "Keep Calm and Carry on". Ich habe mich mit vielen Menschen hier unterhalten. Andere Ausländer, Cafebesitzer, meine Koreanischen Freunde und sogar den Hostelbesitzer. Alle sind sich relativ einig in ihrer Meinung: "Nord Korea will einfach wieder irgendetwas! Sie benutzen die Kriegsrethorik und Drohungen als Verhandlungsbasis mit anderen Ländern". So war es schon 2006 und 2008 als ebenfalls Atomwaffentests durchgeführt wurden. Nur jetzt haben sie nicht mehr viel Unterstützung von China. Da es seitens der UN und anderen Nationen für fast alles ein Handelsembargo für die DPRK gibt, ist es ganz schoen hart, irgendetwas überhaupt einzuführen und Atomwaffen und Kriegsdrohungen scheinen frührer auch immer als Verhandlungsbasis  funktioniert zu haben. Zumindest laut Meinung der Koreaner.
Ein andere, für mich wichtiger Indikator, ist, dass die Deutsche Botschaft in Seoul noch keine Reisewarnung ausgesprochen hat. Also für alle an euch, die sich Sorgen machen, was ich mal wieder für dummes Zeug anstelle, seid euch sicher, dass ich hier mit sicheren Karten spiele und mir meine Entscheidung selber auch ausnahmsweise mal gut überlegt habe. Ich habe genügend Massnahmen getroffen, Korea im Notfall so schnell wie möglich zu verlassen.

Da heute ein regenerischer Tag ist und ich nicht wirklich etwas machen kann als im Hostel rumzugammeln, werde ich nun Teil II meiner Reise zur Nordkoreanischen Grenze online Stellen. Zuerst werdet ihr allerdings noch eine Liste mit Zusatzmaterial über Nord Korea finden. Die YoutUbe links sind leider nur auf English zu schauen, aber ggf. kann man einen provisorischen Google Untertitel einstellen...

1. Ich empfehle euch, diese wirklich interessante Vice Documentation über deren Reiseerlebnisse in Nord Korea. Eine der wenigen Möglichkeiten, Originalaufnahmen die keine Propaganda sind und in Nord Korea gedreht wurden, zu sehen.
                                              

                                         (das ist nur Teil 1, Teil 2 und 3 findet ihr auf YoutTube :))


    2. Eine Sichtweise, die auf Süd-Koreaner und dessen Umgang mir dem Konflikt eingeht findet ihr bei Eat Your Kimchi und ihrem super coolen TLDR Video zu Nord Korea:




                                          

.      3.      Einige gute Bücher:
- Nothing to envy von Barbara Demick
 
- Die Aquarien von Pyöngyang von Kang Chol-Hwan (habe ich sleber leider noch nicht gelesen)
 

 
 
      Wie ihr vielleicht in meinem früheren Blogpost bereits gelesen habt , war ich kurz davor mich aufzumachen, zu der gefährlichsten Grenze der Welt. Wenn ich jetzt so zurück denke, habe ich mir doch mehr Sorgen gemacht als notwendig gewesen wäre. Ich und die anderen mitgleider unserer kleinen Reisegruppe, sassen alle gemeinsam fröhlich im Bus in Richtung Demilitarisierte Zone (DMZ).Es war an diesem Morge so kalt, dass die Scheiben im Bus von der Heizung beschlugen und dieser Beschlag sich darauf bald in eine dünne Eisschicht verwandelte. Gerade aus der Innenstadt von Seoul raus, fuhren wir am Han Fluss entlang. Aber es waren keine Jogger oder Fahrradfahrer zu sehen wie üblich, sondern Stacheldrahtzaun und ein abgesperrtes Flussbett. Normalerweise ist der Han Fluss eine der Gegenden von Seoul, wo man am besten entspannen kann, aber hier war keine Menschenseele zu sehen. Unsere Führerin erzählte derweilen, dass es im Winter nicht selten mal -20°C wird und der Fluss so richtig durchfriert. Nordkoreanische Flüchtlinge aber auch Spione machen sich dann immer auf den Weg über den Fluss in Richtung Seoul. Nach weniger als 30 Minuten gelangen wir schon zu unserem ersten Grenzposten. Da in Süd-Korea Militärdienst von mindestens 2 Jahren Pflicht ist für alle Männer, stiege ine junger Soldat, nicht älter als 21, in unseren Bus. Er war bewaffnet mit einem Sturmgewähr auf seinem Rücken und mehrern Messern an sein Gürtel. Er überprüfte unsere Pässe und dursuchte undere Rucksäcke um sicherzustellen, dass niemand gefährliche Güter oder Informationsflyer mitgebracht hatte. Ich erfuhr später von unsererm Guide, dass anscheinend einmal jemand den Versuch gestartet hatte, Inforrmationsbrochüren über die Grenze zu schiessen. Im Internet habe ich dazu allerdings keine Quelle gefunden und kann das nicht wirklich bestätigen. Wie auch immer, schon bald nach diesem ersten Check, erreichten wir unseren ersten Stop.
 
 
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     1. Der Bahnhof von Dorasan 
      Der Bahnhof von Dorasan ist ein Bahnhof, welcher idealerweise Seoul mit Pyöngyang
      per Zugverbindung miteinander verbinden soll. Wenn sich in der Zukunft die Grenzen öffnen sollten, kann Seoul von seinem Bahnhof aus mit dem Schienenverkehr bis nach London verbunden werden. Momentan ist es durch die Situation mit dem Norden und den blokierten Grenzen komplett von anderem Schienenverkehr abgeschnitten und muss sich bei Exporten auf Flug und Schiffslogistik verlassen. Unsere Führerin teilte mir in einer ruhigen Minute mit, dass sie der Meinung ist, dass dieser Bahnhof in der Tat viel zum Wiederaufbau Nord Koreas beitragen könnte, sobald die Grenzen geöffnet werden sollten. Der Bahnhof ansich ist ca. 700 m von der eigentlichen granze entfernt, welche hinter ein paar Hügeln versteckt liegt. In diese Richtung durften wir keine Bilder schiessen oder so etwas. Es sieht wirklich alles nett und neu aus, denn es wurde ja auch erst in den frühen 2000ern von Süd Korea renoviert um dem Norden unter anderem den Willen zur Kooperation zu zeigen. Es wird von vielen auch als Symbol zur Entzweiung Koreas gesehen wobei es gleichzeitig als 'Brücke zum Nord-Süd Austausch' dienen soll. Nun ja, allein schon die Tatsache, dass sich ein kleiner Kiosk mit Souvenirs und Snacks im Bahnhof befand war für mich eine Lebensrettung, denn ich konnte mir endlich ein Frühstück kaufen. Wenn man auf die Plattform will, muss man ein provisorisches Ticket für 500 Won kaufen um Zugang zum Gleis zu bekommen. Ich war etwas traurig für den einsamen Kontrolleur am Bahnstieg, der den ganzen Tag nur Touristen zu sehen bekommt. Gleichzeitig, waren überall toughe und voll bewaffnete Soldaten. Das gab dem ganzen eine noch traurigeres, futuristisches Flair.
 
 
 
  
     2.       Der Dora Ausguck
     Weiter ging es also in unserem kleinen Bus. Einen Hügel hinauf zum Dora Ausguck. Wie der Titel schon vermuten lässt, ist es ein Ausguck von wo aus man hinüber auf die andere Seite schauen kann. Dort sieht man dann Kijong-Dong. Das Propaganda Dorf. Hier darf man kaum Fotos schiessen, allerdings gibt es fest installierte Ferngläser, mit denen man beobachten kann. Ich konnte tatsächlich eine kleine einsame Frau durch die Reisfelder laufen sehen... Im Dorf liefen auch ein paar wirre gestalten herum aber ob sie Soldaten waren oder nicht, konnte ich nicht erkennen. Obwohl das Propaganda Dorf laut Nord Koreanische Quellen eine 200 Bewohner umfassender kollektiver Bauernhof oder Farm ist, mit Schule und Kindergarten, wirkte es sehr leer. Es sah aus wie eine normale Stadt. Vielleicht mit einem Touch Sovietstil und eine RIESIGE Nord Korea Flagge hing vor dem Dorf schwungvoll an einem Fahnenmasst. Allerdings behaupten gerade deswegen viele, dass dieses Dorf zu rein Propganda zwecken errichtet wurde.
"Kijong-dong was built specially in the north area of DMZ. Designed to show the superiority of the communist model, it has no residents except soldiers" (Von Mark Tran)
3    3.    Der 3 'infiltration Tunnel'
       Unser Dritter Stop heute führte uns zum Infiltration Tunnel Nr. 3. Dieser wurder im Oktober 1978 entdeckt, weil ein Überläufer den Südkoreanischen Sicherheitsdiensten eine Tipp gab. Meiner Meinung nach, ist allein schon die Idee einen Tunnel unter den ganzen Bomben der DMZ zu graben so dumm, das kein Anderer darauf kommen würde und sie deswegen wieder ein bisschen genial ist. Der Norden begann die Tunnel unter der DMZ zu graben um Seoul leichter angreifen zu können. Frührer wurden bereits andere Tunnel gegraben und entdeckt indem man Löcher in die Erde gräbt und Wasser hineinfüllt. Somit kann man bei einer Detonation unter der Erde, z.B. beim graben von Tunneln, das Wasser durch die Sprengkraft in die Luft schiessen sehen. Die Arme der DPRK hat anschliessend versucht die Tunnel als Minen zu verkleiden und sich schnell aus dem Staub gemacht. Es war allerdings nicht schwer zu erkennen, das hier keine Minnen gegraben wurden. Was für eine Überraschung es gewesen wäre, wenn auf einmal eine Arme von 30.000 Soldaten auf dem Weg Richtung Seoul marschiert. Nachdem der Tunnel also entdeckt wurde, sprühten die rennenden Soldaten schnell Kohle an die Wand um sagen zu können, dass hier nur nach Kohle gegraben wurde. Nicht, dass irgendjemand die Soldaten, die durch die Tunnel rannten bemerken könnte oder die Löcher in der Wand um Dynamit zu sprengen, Nein, mit Sicherheit nicht! Nord Korea verteidigte sich also damit, einfach nur eine harmlose Mine gegraben zu haben. Diplomatie! ... Wirklich?! ...

Durch den Tunnel zu laufen war totaler Horror für mich. Der Tunnel an sich ist nur 1.50 cm hoch und ich musste mich die ganze Zeit über wie ein Zwerg zusammenkrümmen. Interessanterweise, teilte mir die Führerin im Stillen mit, dass durch die Massen an Touristen die nun an die Granze kommen, Süd-Korea eigentlich sehr viel Geld verdient and dem 'infiltration tunnel' ... das nennt man wohl Karma.
 
       4.    Imjangack Park
       Das war einer der für mich am komischsten und bizzaresten Momente vom ganzen Tag. Wir fuhren einen kleinen Hügel hinauf und am Ende errichten wir einen weiteren Checkpoint., immer immer näher an die eigentlicher Grenze. Auf einmal sah ich auf der linken Seite einen Freizeitpark. Einen komplett leehren Freizeit park, was ich persöhnlich als sehr gruselig empfinde. Ausserdem konnte ich, als unser Bus stoppte, nicht an dem popeye Fried Chicken Restaurant, dem Cafe Laden und dem Souvenir Shop vorbei schauen. Auf der anderen Seite standen viele Monumente und Statuen, die an den Korea Krieg erinnern sollten und ganz weit hinten in der Ferne war die 'Freedom Bridge'. Zwei kleine chinesische Kinder liefen mit Spielzeugpistolen umher und spielten 'Abschiessen'. Dieser komplette Park ist eher ein Freidenspark und hier finden sogar manchmal Friedensparties und Konzerte statt. Die 'freedom bridge' überspannt den Imjin Fluss und kurz dahinter liegt Nord Korea. Anscheinend, haben Nord und Süd Korea nach dem Krieg über dies Brücke ihre Kriegsgeffangenen ausgetauscht.

 
DMZ Carnival during the Imjingack Peace Festival, 5 Minutets away from the border (source: ROK Drop, Korea from North to South)

5     5.   Vorbeifahren am 'Unification Village'
a rock soldier

       Dieser Stop war eher langweilig. Wir fuhren einfach nur an einem Dorf, welches gefühlte 20 km entfernt lag, vorbei und konnten aus unseren beschalgenen Busfenstern gucken wie dumme Gänschen. Wieder durften wir keine Bilder schiessen aber viel sehen konnte ich sowieso nicht. 
 
      6.   Bonifaz Camp und die Joint Security Area (JSA)

source: Wikipedia

      Das war bei weitem der am interessantesten und fasziniernendsten Stops. Technisch gesehen, war ich in Nord Korea für einen kleinen Moment. Ich war in Schussweite und der nette Nor Koreanische Soldat hat ein Foto von mir geschossen und in den akten vermerkt. Wegen diesem kleinen Stückchen konnten wir alle keine aufreizende Kleidung tragen, Gesten machen oder in irgeneiner anderen Art und Weise auffallen. Als erstes fuhren wir am Camp Bonifaz vor, welches einmal UN Gebiet war aber jetzt wieder der Arme zusteht. Wärend wir im Bus von einem Soldaten erneut nach Pass und Rucksackinhalt inspoziert wurden, wurde ich so langsam ein bisschen nervös. In 1976 wurden hier zwei Amerikanische Offiziere im Kampf getötet weil sie eine Baum fällen wollten. Einer voon ihnen hiess Bonifaz, deswegen auch der Name Camp Bonifaz. Unsere kleine Gruppe watschelte also endlich in das Militärebäude. Dort lies man uns gemeinsam einem 15 Minuten Vortrag lauschen wo alles noch einmal genau ausgelegt wurde. Keine Gesten, keine komischen schnellen Bewegungen, einfach gesagt: keine Scheisse bauen. Am Ende mussten dann alle ein Erklärung unterschreiben und versichern, das jeder in Eigenverantwortung hier ist, keine Sicherheit garantiert ist, man nicht die Sicherheit von anderen gefährdet und so weiter. Die UN gibt sich hier richtig Mühe, einem 'den gebührenden Respekt' einzuprädigen. Also ging es weiter in eine winzigen Militärbus in Richtung Grenzposten. Jeder hatt grosse UN-Gast Brochen ans Rever gepinnt, klar für Jedermann sichtbar. Soldaten mit Sonnenbrille und in Teakwondo Abwehrstellung standen überall herum. Die tragen ihre Sonnenbrillen sogar drinnen. Als die Führerin nach dieser Begebnehit befragte, meinte sie es ist mit Sonnenbrillen einfacher, keine Emotionen zu zeigen. Sei es Angst, Schmerz oder sogar Gnade... Nun ja, diese 'Rock Soldier' sind schliesslich hier um uns zu beschützen also reis ich meine Klapper mal besser nicht auf. Schliesslich mussten wir uns alle in Zweierreihen aufstellen wie auf Klassenfahrt und gemeinsam die Treppen hinaufmarschieren, hinaus zur Grenze, wie unten auf dem Bild.
 

The JSA (not my picture)

 
 

   
 
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Wir mussten alle für fünf Minuten still stehen, damit der Nordkoreaner auf der anderen Seite ein Foto von uns allen schiessen konnte. Schliesslich begannen wir langsam die Treppen hinab zu steigen und betraten den Konferenzraum., wo normalerweise die Friedensverhandlungen stattfinden. Mitten auf dem Tisch stand eine grosse UN-Flagge. Nach der Hälfte des Raumes, beginnt Nord Korea. Nachdem ganzen Gewusel zurück zum Bus viel mir auf, das mein ganzer Körper angespannt war und meine Muskeln whe taten. Nun ja, wir fuhren uns das Camp zurück und konnten hier alle nocheinmal durch den Souvenirshop wandern.

  Für mehr Aufnahmen, checkt mein YouTube Video (Part 2 comming soon)! Kommentare sind sehr willkommen, sagt mir was ihr denkt! Ihr könnt mir auch auf Twitter folgen!


 
Danke für's lesen !!! :)

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Friday, April 5, 2013

"Kann ich deine Brüste anfassen?": Tag 2 und 3 in Tokio

Shinjuku, Ueno, Hanami, Onsen und ein nicht sichtbarer Fujisan


Ich begann meinen zweiten Tag in Tokio sehr spät. Obwohl ich sowieso keine festen Pläne hatte, war 11 Uhr trotzdem ein sehr später Start. Das Wetter war wunderschön und der Himmel hatte einen klaren Blauton eingenommen der nur so von Frühling sprach mit vereinzelten Wolken hier und dort. Darum entschied ich mich kurzfristig dazu, mir heute einmal das gigantische Ausmaß von Tokio vor Augen zu führen. Also macht ich mich auf in Richtung der zentralen Stadverwaltung von Tokio (the Tokyo Metropolitan Government Office Building). Der populärste und auch gleichzeitig höhste Wolkenkratzer um sich Tokio von oben anzusehen ist allerdings der Tokio Sky Tree. Nun ja aber da man beim Sky Tree Eintritt bezahlen muss, bei der Stadtverwaltung aber nicht, machten mir die paar Stockwerke weniger auch nicht so viel aus. Ernsthaft, wen kümmert es schon ob es nun 45 oder 50 Stockwerke sind, die man aus der Vogelperspektive hinunter blickt wenn man nichts bezahlen muss? Die Stadverwaltung befindet sich in Shinjuku und ich muss euch an dieser Stelle erneut sagen wie unglaublich RIESIG dieser Bahnhof ist! Ich habe 20 Minuten gebraucht, um von einem zum anderen Ende zu laufen und danach ging es immer noch weiter durch einen Spezial-Untergrundtunnel, welcher direkt zur Stadtverwaltung führt. Auf meinem Weg und in dem Gebäude sah ich viele Anzüge herumlaufen und ehrlich gesagt nicht so viele Touristen, wie ich erwartet hätte. Es gibt zwei Türme die man beide bis in den 45 Stock hochfahren kann. Der Aufzug ist super schnell und in weniger als einer halben Minute wird man vom Ersten in den 45 Stock hochgeschossen. Oben angekommen, erwarten einen eine atemberaubende Aussicht auf Tokio sowie ein kleines Cafe und Souvenirlädchen. Die Stadt endet im nirgendwo! Ich konnte einfach kein Ende ausmachen und man hat das Gefühl die Erdkrümmung zu erkennen wenn man nur lange genug auf einen Fleck starrt. Ich bin schon einmal den Fernsehturm in Berlin hochgefahren und man konnte weit Hinten zumindest kleinere Flecken nicht so dicht besiedelte Gebiete oder sogar Grünflächen ausmachen, nicht so hier in Tokio. 



Tokio aus der Vogelperspektive...





typisches Hanami
einTempel, versteckt hinter Kirschblüten
Nach diesem fantastisch späten Start, war es bereits Mittagszeit! Also machte ich mich auf den Weg in Richtung Ueno Park und nahm unterwegs noch gleich eine Bento-Box (Japanische Butterbrotbox aber mit Reis) mit japanischem Schnitzel (Tonkatsu) und Reisbällchen (Onigiri) vom Supermarkt mit. Wie ihr vielleicht wisst, ist in Japan gerade Hanami (Kirschblüte). Hier ist es DAS Zeichen, dass nun der Frühling beginnt. Ueno Park ist der grösste Park von ganz Tokio mit sehr vielen Kirschbäumen, die nun in voller Blüte standen, einem süssen kleinen Temple und einem See auf dem man Tretboot fahren kann. Am Eingang war es sehr voll und ein grosse Menge an Menschen hatte sich angesammelt an diesem beliebtem Treffpunkt, aber je mehr man in den Park hinein läuft, desto mehr verteilen sich die Massen. Hanami in Japan ist die Kunst, sich an der Kirschblüte zu erfreuen. Man trifft sich mit Familie und Freunden, bringt viel Zu Essen und Zu Trinken mit und eine Decke um darauf zu sitzen und schon kann man seine Kirschblütenparty starten. Es geht einfach nur darum, die Aussicht und die Gesellschaft zu geniessen. Ich sass nun alleine inmitten der vielen Leute und es machte Spass einfach nur zu beobachten. Auf der einen Seite war eine Gruppe alter quatschender Omis und Opis wärend am anderen Ende eine kleine Familie mit zwei Kinderen herumspielte. Dann gab es eine Gruppe cooler und funkiger Studenten mit bunten Haaren und vielen Piercings und danaben liess sich gerade eine kleine Gruppe Geschäftsmänner in Anzügen nieder um ihre Mittagspause im Park abzuhalten. Nachdem auch ich mein Mittagessen verputzt hatte, lief ich weiter durch den Park zu einem kleinen Tempel. Nach kurzer Zeit entdeckte ich ein kleines Festival hinter dem Tempel, wo viele kleine Stände Snacks und Souvenirs verkauften. Ich zog ein Glücksticket am Tempel und bekam meinen Wunsch garantiert! Das passiert nicht vielen :D! Am anderen Ende des Parkes entdeckte ich noch einen kleinen Flohmarkt, wo Antiquitäten und Schnickschnack verkauft wurde. 
ein Sakura Dango! (süsser Kloss)

Flohmarktentdeckungen


















































Als ich den Ueno Park verliess, begab ich mich in Richtung Ameyoko (Süsswarenstrasse), eine Art halb Markt halb Verkaufsstrasse mit allem, was das Herz begehrt von Kleidung bis Essen. Ich lief die interessanten Strassen entlang und endete schliesslich in einem Accesoire Laden um mich ein bisschen umzuschauen. Wärend ich die funkelden Auslagen betrachtete, kamen die zwei Japanischen Verkäuferinnen immer Näher und schlichen um mich herum. Ich entschloss mich sie gekonnt zu ignorieren und auch keinen Blickkontakt zu suchen. Nun ja, diese Entscheidung konnte ich nicht lange einhalten. Ein Mädchen stellte sich ganz nah hinter mich und fing an sich gegen meine Grösse zu messen. "Wow", sagte sie "You are very tall" (Du bist sehr gross). "Danke, ja das stimmt". Ich bin ziemlich gross, sogar für Europäische Standarts, also war ich ehrlich gesagt nicht so erstaunt von ihrer Reaktion. "Please, give me, too" meinte sie (Bitte, gib mir, auch). 'Tut mir leid süsse, aber vielen sind vor dir gescheitert, ich empfehle dir, mehr Fruchtzwerge zu essen', waren meine Gedanken. Letztlich lief es darauf hinaus, dass ich in einer komischen verregten Geste, meine 'Grösse' zu überreichen versuchte. Es sah aus, als ob ein verkrüppellter Adler mit gebrochenen Flügeln auf ihrem Kopf landen würde. Ich hoffte, das würde sie befriedigen... Natürlich nicht! Wärend ich mich eindringlich mit ein paar glitzernde Ohrringe befasste, sagte sie auf Japanisch "Sugoi! Bigu da!" (Wahnsinn! Sind die Gross!) mit einem Finger auf meine Brüste gerichtet. Das wurde hier doch komischer als erwartet. Ich machte eine komisch peinliches halb lachendes halb grunzendes Geräusch, welches Dankbarkeit ausdrücken sollte. "Can I touch?" (Kann ich anfassen?), fragte sie auf einmal und machte gleichzeitig mit beiden Händen eine Grapschbewegung in Richtung meiner gut behüteten Brust. Is es normal das Japanerinnen ihre Brust vergleichen, indem sie sich gegenseitig begrapschen? Das Mädel war ja am Anfang noch niedlich aber nun war ich sprachlos. Was hättet ihr getan? Ich konnte nicht schnell genug mit einer Antwort aufwarten oder komische neue Gestiken entwickeln und entschied mich einfach schnell die Fliege zu machen. "No", sagte ich kurz und knapp. lächelte noch einmal verklemmt-schnell und machte mich vom Acker. Das war mein verrückter Moment des Tages.



Abends, war es wieder einmal Zeit sich Kirschblüten anzuschauen. Aber diesmal nicht alleine, sondern mit den anderen Leuten vom Hostel. Kahosan hatte eine Hanamiparty für alle seine ca. 30 Gäste organisiert. Es gab freies Bier, Snacks und sogar Gitarrengeklimper von einem alten Japaner der in einem lustigen Akkzent 'every breath you take' von Sting sang, ohne das L oder V richtig auszusprechen. Danke Leute! Ich habe echt viele interessante Charaktere getroffen an dem Abend!



Hanamipartyyyy!
Der Weg zum Kappa Tengoku Onsen in Hakone




ONSEN! Entspannung pur!
Am nächsten Tag ging es auf nach Hakone! Drei Stunden ausserhalb von Tokio mit dem Zug mit wunderschönen Naturwundern zu begutachten und auch um im Onsen zu entspannen und endlich einen Blick auf den Berg Fuji zu werfen! Unglücklicherweise, goss es wie aus Kübeln den ganzen Tag über und dazu kam auch noch Nebel, der um die umliegenden Hügel wabberte. Somit war Fuji wohl von meiner Liste unweigerlich gestrichen und ich musste mir was anderes ausdenken. Der Onsen (Japanische Heisse Quellen mit Badehaus) war unglaublich entspannend. Manchmal haben Onsen sogar Thermalwasser aber immer wird Quellwasser direkt aus der Quelle erhitzt und in den Onsen geleitet, wo man entspannt im warem Wasser quellen kann, bis man schrumpellige Finger bekommt. Es ist meistens getrennt nach Geschlechtern aber trotzdem muss man im Onsen komplet im Adamskostüm herumlaufen. Also wenn ihr damit Probleme habt, besser vorher gut überlegen!






Ein Reiskeks in Lebkuchenform, weil ich Berg Fuji nicht sehen konnte...

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Wednesday, April 3, 2013

und schon wieder Tokio: Tag Eins

 Harajuku, Shibuya, Akihabara und Asakusa bedeckt mit Kirschblüten

Diese Nacht habe ich geschalfen wie ein Baby! Die Doppelbetten in meiner Herberge haben alle abschliessbare Schiebetüren, sodass man beim schlafen ein bisschen Privatsphäre beiberhält. die sehen aus wie kleine Schlafkapseln, und man hat sogar sein eigenes Nachtlicht, Wifi und zwei Steckdosen nur fuer sich. Aaaah, das sit so komfortable! Genau so etwas habe ich gebraucht nach diesem Kater Flug von Inchon nach Narita. Ich hatte ja am Abend vorher meine Abschlussparty gefeiert und hatte einen ziemlichen Kater den ganzen Tag über. Obwohl ich natürlich gross angekündigt hatte, dass ich unkoventionelles Sightseeing machen werde, endete ich doch wieder bei ziemlich "normalen" Sachen. Wenn man in Tokyo Attraktionen als normal bezeichnen kann. Nachdem ich herrausgefunden hatte, dass das Ghibli Museum komplett für die naechsten 2 Wochen ausverkauft ist, war ich erst etwas angepisst aber schliesslich entschied ich mich auf Japanische Cosplayer Jagd zu begeben. Im Lonely Planet wird empfohlen, dass man am besten an einem Sonntag gehen sollte und auch die Yoyogi Brücke in Harajuku auschecken muss. Allerdings sind die Zahlen der sich bunt und verrückt verkleidenden Japaner in den letzten Jahren zurückgegangen. Nun, als ich dort erschien, konnte ich in der tat kaum cosplayer entdecken. Eine einsame wild hüpfende Gothic Lolita Japanerin verschwand nur gerade Richtung Harayuku aber nich um auf der Yoyogi Brücke Parodie zu stehen. 
Ich hatte gehofft, mehr verkleidete Japaner in solchen Kostumen zu sehen .....

Der BVB ist schon sehr bekannt in Tokio!



Nun ja, zum positiven hatte ich bald darauf eine Heimaterfahrung. Ich entdeckte ein Sportgeschäft, welches Fussballtrikots verkauft. Hier entdeckte ich doch tatsächlich Trikots von meinem Heimatteam Dortmund. Eigentlich sind die gelben Jungs seid Shinji Kagawa mit ihnen zwei mal die Bundesliga gewann ziemlich berühmt geworden in Japan.





Wie auch immer, letztlich entschied ich mich dazu, die Takeshia Strasse (竹 下通り) zu betreten. Dies ist eine der bekanntesten J-Pop und Cosplay Strassen in Harajuku und Tokyo. Es war voll! Nun, hier ist es für gewöhnlich immer voll aber es war noch voller als sonst, denn es war schliesslich Sonntag und viele Japaner sowie Wochenendtouristen haben sich auf den Weg gemacht um in Tokyo zu bummeln. Es ist ausserdem ein wunderbarer Ort, um den Japanischen Streettyle zu checken und um süsse und verrückte Souvenirs zu kaufen. Da ich die letzten Monate in Seoul lebte, ist der Hongdae Streetstyle vergleichsweise mehr schrullig/hipster, whaerend es hier mehr so aussieht als würde ein niedlicher Oma stil mit viel Spitze auf Punkrock treffen. Jedoch können viele der Produkte hier viel günstiger in Korea erworben werden, deswegen habe ich nicht dem Kaufdrank nachgegeben, was manchmal ganz schön hart war. Es ist zum verrückt werden, dass ich keine der Katzenprint-Kleider, aufgepufften und mit Spitze bestezten Roecke oder weiss gepunkteten roten Lackschuhe kaufen kann. Viele der Artikel sind halt für Japaner kreiert und das bedeuted, dass amazonische Riesenhaftigkeit nicht im Trend ist. Wenn man jemals hier sein sollte, muss man unbedingt die Crepes ausprobieren, die hier an jeder Ecke verkauft werden. Sie sind der berühmteste Snack der Takeshia Strasse. 


MENSCHNEMASSEN in Harajuku!

Ich mit nerdy Hyello Kitty Brille

KATZENSCHUHE!

bekannte Crepes













Harajuku Streetstyle

 Wenn mann die Takeshia Strasse verlässt, betritt man die Harajuku Strasse, eine nicht so volle Gegend mit ruhigeren Laeden. Diesen Weg schlug auch ich ein, als ich versuchte mich weiter nach Shibuya durchzuschlagen. Auf dem Weg lief ich entlang Strassen gepflastert von Kirschblüten und Ralph Lauren Geschäften mit künstlichen Männermodels an ihren Fronten. Kurz bevor ich in Shibuya ankam, sah ich ein RISIEGES Musikgeschäft. Zum Teufel! Ich suchte noch immer CDs von meiner neuen Koreanischen Lieblings Indie Band Glen Check (danke Antonia!). Also betrat ich dieses fünf Stockwercke grosse Musikmonstrum und machte mich auf die Suche nach neuer interessanter Musik. Hipster Modus: ON! Ich entdeckte hier nun eine neue cool klingende J-Indie Band namens Base Ball Bear!


Natürlich gab es auch einen komplettes Stockwerck welches sich mit ausländischer Musik beschäftig, das bedeuted 50 % Kpop. Oh Big Bang! Nach dieser aufregenden neuen Entdeckung, ging es weiter die letzten Kilometer in Richtung Shibuya Kreuzung. Ihr habt das alles schon mal im Fernsehen gesehenm gebts zu! Die riesige Fussgängerkreuzung mit nicht weniger als fünf Zebrastreifen, wo bei jeder Ampelüberquerung Autos aus allen Richtungen angehalten werden um Fussgängern die Überquerung zu ermöglichen. Es ist einfach atemberaubend, wie viele Menschen sich in einer kurzen Ampelphase ansammeln und dann auf die Strasse fluten. Als ich über diesem Menschenspektakel im Starbucks sass, kam ich mir schon ziemlich klein und unbedeutend vor. Das passiert nicht oft, muss ich sagen!


noch mehr Menschnemassen


Nach diesem sentimentalen Moment, ging ich zur Aufheiterung in meinen Lieblingladen in ganz Japan: Loft! Meine Mutter würde behaupten, es ist ein gehobener Ramschladen aber ich denke, es ist einfach ein “Allesladen” mit Produkten von Schminke über Küchenutensilien bis hin zu Elektronik-Schnickschnack und Kostümen. Ich habe ein paar Bilder für euch von den komischsten Sachen, die ich dort finden konnte.

Puppen, nackt mit Hasenohren ....
Erdbeeren und alles drumrum
 
ein Fischhut
Sailormoonoutfit fuer Maenner ..... oder so
Zeit für Akihabara, der Elektro/Manga/Anime/PopKultur Distrikt von Tokyo. Man kann durch alte retro Elektro Läden bummeln, wilde Cosplay Kostüme anprobieren oder, wenn man mutig genug ist, einen Blick in die versteckten Sex Shops werfen. Männer werden vor allem die “Maid Cafes” interessant finden. Die sind wirklich an beinahe jeder Ecke. Hier bedienen hübsche , junge Japanerinnen die Kundschaft im Hausmädchen Kostüm. Eine Art "unabsichtlich Sexy, weil unschuldig" Gehabe und Getue kann man hier bei jeder “Maid” beobachten. Man kann normal Kaffee und Kuchen essen und wird begleitet vom Rumgewusel und Gespiele der Hausfrauen. Nach dem Spektakel kann man sogar Fanartikel von seinem Lieblingsmädl kaufen. Allerdings machte ich als Frau die Erfahrung, dass es schon etwas merkwürdig ist, wenn süsse, hübsche Maedchen als Maid verkleidet quickend und spielend Bestellungen aufnehmen wärend sie dir Kaffee servieren. Nun ja, Akihabara ist definitiv Wert, gesehen zu werden denn man kann hier alles finden, was Gamer und Computernerd Herzen höher schlagen lässt. Ausserdem gibt es viele Manga und Anime Spezialgeschäfte. Hier habe ich letztlich auch mein einziges süsses Cosplay Pärchen gefunden. Einen Häschen Butler und eine süsse Japanische Dame mit blonden Haaren vor KBooks. 

 
COSPLAYER!!!







Retro Spieleladen, mit alten Nintendo und Playstation Zeug
Abends traff ich schliesslich meine wunderbare Freundinn Asami in Asakusa. Da gerade Kirschblüte ist, war der Blick und die Atmosphäre noch besser als das letzte mal im Sommer als ich schon einmal hier war. Ich habe damals den Sennoji Temple in Asakusa schon mehrmals besucht und es war bereits schon aber jetzt war die Atmosphäre einfach so anders. Mit Kirschblüten die herumwirbeln und beleuchteten roten Templen im Hintergrund fühlt man sich in eine andere Welt versetzt... bis man Leute sieht die mit Tablets Bilder machen oder Kinder sich mit Spielzeugpistolen beschiessen. 







 














 Danke Asami.. für diesen wunderbaren Abend und danke an euch Leser! Bitte hinterlasst Komentare, volgt mir auf Twitter oder erhaltet E-Mail Updates indem ihr euch im Menu links anmeldet! Arigatou Gozaimashta! Mata-Nee!

Asami und ich in Asakusa